Unser Weingarten

Auf einer der ersten Hügelketten der Julischen Alpen im verträumten Ort Colloredo di Soffumbergo in der Gemeinde Faedis befindet sich das Weingut COLORETI SUFFUMBERGI. Idyllisch gelegen – zwischen Udine und Cividale – inmitten einer von lieblichen Hügeln und terrassenförmig angelegten Weingärten geprägten Landschaft.

Die Hanglage ermöglicht einen herrlichen Ausblick auf die ausgedehnten friaulischen Ebenen in Richtung Grado. Mit etwas Glück und dem richtigen Wetter kann man schon einmal das Wasser der Adria funkeln sehen.

Die Julischen Alpen schützen vor kalten Nordwinden und damit vor den gefürchteten Spätfrösten. Das Adriatische Meer sorgt für eine stetige Luftzirkulation! Mit einer Höhenlage von rund 300 m erhebt sich das Weingut Coloreti Suffumbergi über die feuchte Ebene und sorgt für ein besonderes Mikroklima, wo, wie schon vor zweitausend Jahren, Weinrebe und Ölbaum nebeneinander blühen und gedeihen.

Auf knapp zwei Hektar bauen wir Wein und Oliven nach strengen ökologischen Richtlinien an.  Im Fokus steht ein verantwortungsvoller Umgang mit der Natur und dem uns anvertrauten Stück vom Paradies.

Unser Team

Vielleicht hat sich schon jemand gewundert, dass sich ein Weinbaubetrieb aus Friaul hauptsächlich in Deutsch präsentiert - doch das ist leicht erklärt:

2007 sind zwei Steirer, Siegfried und Johann ausgezogen um sich einen Traum zu erfüllen:

   "Ein Weingarten in Italien für die Pension".

v.l.: Johann Pabst, Claudio Vardanega, Siegfried Staller

Es wäre doch super, nach einem arbeitsreichen Leben im warmen Süden bei einem Glaserl Wein aus dem eigenen Weingarten zu sitzen und so die Pension zu genießen. So hatten wir uns das jedenfalls vorgestellt...

Ganz so einfach war es dann aber doch nicht. Trotz mehrjähriger Suche hatte sich das richtige Objekt einfach nicht ergeben. Da die Pension aber noch sehr weit weg war, träumten wir unseren Traum einfach weiter. Und tatsächlich rief uns Anfang 2007 unser italienischer Freund Claudio ganz aufgeregt an und teilte uns mit, er wäre endlich fündig geworden.

Er hatte einen kleinen Weingarten in der Nähe von Faedis gefunden. Zwar sehr klein und man brauchte schon eine lebhafte Fantasie um sich dort auf seine Pension freuen zu können. Aber irgendwie war es doch Liebe auf den ersten Blick und unser Abenteuer begann...

Inzwischen hat sich aus einer Freundschaft auch eine länderübergreifende Partnerschaft entwickelt. Mit viel Einsatz und nach unzähligen Rückschlägen ist es uns gelungen Coloreti Suffumbergi s.s.a. aus der Taufe zu heben und das kleine Weingärtchen oben in Colloredo aus dem Dornröschenschlaf zu wecken.

Wahrscheinlich sind Winzer mit ihren Weinen nie ganz zufrieden, da sie immer weiteres Potenzial  sehen. Auch wir von Coloreti Suffumbergi haben noch viele Ideen. Trotzdem sind wir sehr stolz auf die bisher erreichte Qualität. Mit unserem Jahrgang 2015 haben wir enorme Fortschritte gemacht und die Basis für weitere positive Entwicklungen gelegt.

Was als naive Idee begann, ist zu einem bestimmenden Lebensinhalt mit immer neuen Zielen geworden. Wir hoffen auch in Zukunft von einer positiven und innovativen Entwicklung berichten zu dürfen.

Das Logo

 

Der Name

Bei der Kreation unserer Weine versuchen wir die Resourcen unseres Weingartens bestmöglich zu nutzen. Die Sonne verhilft unseren Trauben zu bester Reife. Der Boden und besonders die Hanglage auf unseren Terrassen ermöglicht es uns Weine von höchster Qualität im Einklang mit der Natur zu produzieren.

Diese wichtigen Elemente finden sich auch in unserem Logo wieder:

Es sind die Sonne und die Terrassen die unsere Lage so einzigartig machen.

Nachdem der Weinbau in Friaul ja schon vor über 2.000 Jahren mit der Gründung Aquileias begonnen hat, haben wir uns bei der Namensgebung von den Römern inspirieren lassen. Der Name Coloreti Suffumbergi ist die römische Bezeichnung von Colloredo und leitet sich aus dem Lateinischen ab. Die Patriarchen von Aquileia haben die Gegend um Colloredo als ihren Sommersitz verwendet und schon damals wurde aufgrund der guten Lagen Wein angebaut.

Gerüchteweise soll es auch damals in Coloreti schon gelegentlich zu einem "Suff am Bergi" gekommen sein.

Unser Friaul

Das Anbaugebiet Friaul-Julisch Venetien, meist nur kurz Friaul genannt, liegt zwischen Österreich, Slowenien und der Ebene von Venetien. Die Hauptstadt der Region ist Triest. Obwohl die Region historisch unter wechselhaftem Einfluss gestanden hat und oft in Kriegshandlungen verwickelt war, wird seit der Antike durchgehend Wein angebaut.

Heute lieben wir Friaul natürlich auch wegen seiner wunderschönen und vielfältigen Gegend. Die Hügel im Norden, die Ebenen und das Meer im Süden bilden eine märchenhafte Landschaft.

Vor 35 bis 55 Millionen Jahren erstreckte sich dort allerdings ein Meer, dessen Küstenlinie etwa am Fuße der heutigen Julischen Voralpen verlief.

Jahrtausendelange Sedimentationsprozesse in dieser vorgeschichtlichen Lagune ergaben eine komplexe Schichtung von kalkhaltigem Mergel und Sandstein die verantwortlich ist für das typisches Terroir der Region. Geradezu ideal für den Weinbau.

Durch verbesserte Kellermethoden wie der gekühlten Gärung ist die Gegend zur wohl besten Weißweinregion Italiens aufgestiegen, obwohl natürlich auch noch Rotwein angebaut wird. Die Unterregionen Collio, Colli Orientali, Isonzo und Carso erzeugen die hochwertigsten und langlebigsten Weißweine.

 Die sonnige Freundlichkeit der nahe gelegenen Adria und der Schutz der Berge führen zu einem Wechselspiel von heißen Tagen und kühlen Nächten im Frühling und einem milden, ausgewogenen Temperaturklima im Sommer. Dadurch entstehen besonders intensive Fruchtaromen.

Viele Winzern haben sich von den internationalen Sorten verabschiedet und ersetzen sie mehr und mehr mit den alten einheimischen, wie z.B. Friulano, Ribolla Gialla, Verduzzo, Malvasia oder Refosco. In den autochthonen Sorten liegt das größte Qualitätspotenzial des Friaul.

Eine besondere Stellung nimmt der Pinot Grigio ein. Obwohl aus dem französischen Burgund stammend, ist er mit rund 25% Anbaufläche immer noch der Spitzenreiter in Friaul. Die sehr alte Rebsorte hat in Friaul ideale Bedingungen gefunden und die Weine zählen zu den besten der Welt.

Doch auch die roten Rebsorten wie Merlot, Cabernet Franc oder Refosco finden in den Südhängen der Julischen Alpen die perfekten Voraussetzungen um zu Spitzenqualitäten heranzureifen.

Fasìn un brindis a la nestre salût!

Unsere Rebsorten

Wir legen großen Wert darauf, ursprüngliche Rebsorten zu erhalten und zu pflegen. Entgegen dem internationalen Trend zur weltweiten Vereinheitlichung und Beschränkung auf wenige Sorten forcieren wir die autochthonen Rebsorten der Region Friaul.

Autochthon bedeutet so viel wie einheimisch,  alteingesessen,  am Ursprung geblieben. Die Idee hinter diesen Weinen ist die, dass autochthone Rebsorten an ihrem Ursprungsort über die Jahrhunderte genau die Eigenschaften ausgebildet haben, die für die Böden und das Klima der Region die richtigen sind, um einen gebietstypischen Wein hervorzubringen.

Diese alteingesessenen und bewährten Sorten sind die beste Voraussetzung für eine biologische Landwirtschaft. Gleichzeitig bieten sie die Basis für Weine, die das Terroir unverwechselbar widerspiegeln. Wir kreieren Weine abseits vom Mainstream und setzen auf Eigenständigkeit und Individualität.

Malvasia Istriana

ist eine von vielen Variationen aus der Familie der "Malvasier". Die autochthone Rebsorte Malvasia Istriana ist diejenige, die in Friaul angebaut wird. Die Sorte ist sehr alt und ihre Ursprünge finden sich vermutlich am griechischen Peloponnes.

In Istrien und dort besonders in den Provinzen Rovinji und Porec gehen die ersten Spuren des Anbaus des Malvasier auf 1.300 zurück. Von dort hat sich die Weinrebe ausgebreitet und reicht bis zum Karst bei Triest und Görz und in die Täler des Friaul hinein. Heute wird sie in der gesamten Hügelkette des Friaul angebaut, in der Region Grave und entlang der Küste.

Die spätreife Sorte ist mäßig wuchsstark und liefert gute Erträge. Der Most gibt alkoholreiche Weißweine mit schönem Aroma.

Die bestockte Fläche beträgt in Italien ca. 1.000 Hektar.

Farbe: strohgelb, in verschiedener Intensität.

Duft: angenehm, charakteristisch, erinnert an Aprikose und Pfirsich

Geschmack: trocken, rund, harmonisch, gerade richtiger Alkoholgehalt, durstlöschend.

Verduzzo Dorato

ist eine autochthone Rebsorte Norditalien und eine klassische Sorte des Friaul. Vorwiegend erfolgt der Anbau im hügeligen Gebiet. Es handelt sich zweifelsfrei um einen sehr alten und auch in der Vergangenheit ziemlich verbreiteten Rebstock.

Der Verduzzo ist im gesamten Gebiet von Friaul stark verbreitet und wird dort sowohl in der Ebene als auch im Hügelland angebaut. Aber der Anbau in den Hügeln liefert dank der pedoklimatischen Merkmale, die das Hügelland auszeichnen, qualitativ bessere Ergebnisse.

Die bestockte Rebfläche beträgt ca. 1.800 Hektar.

Farbe: goldgelb, auch intensiv

Duft: charakteristisch, intensiv, angenehm, mit einem Bukett, das an eine Note von Apfel, Birne, Aprikose erinnert

Geschmack: lieblicher oder süßer Auftakt am Gaumen, leicht tanninhaltig, kräftig, körperreich mit ziemlich hohem Alkoholgehalt.

Ribolla Gialla

ist eine uralte autochthone Rebsorte aus dem Friaul. Die ersten Zeichen für den Anbau reichen bis in das Jahr 1.300 zurück, aber schon die alten Römer sollen sie unter dem Namen Evola gekannt haben. Der Name kommt aus dem slowenischen Rébula, das im friaulischen Dialekt zu Ribuele wurde. Zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts, während der österreichisch-ungarischen Kaiserzeit waren die süßen gefilterten Weine aus Ribolla sehr geschätzt und hoch angesehen. Der Ribolla verdankt seinen Namen dem charakteristisch hohen Gehalt an malischer Säure, die in der Vergangenheit den Wein in den großen Korbflaschen zum Gären, im Italienischen „ribollire“, brachte.

Dieser alte Weinstock wird heute vorwiegend in der Hügelkette, die sich von Tarcento über den Karst bis nach Istrien erstreckt, angebaut. Der Ribolla Gialla findet seinen besten Ausdruck in den Hügeln, wo diese kraftvolle Rebsorte mit den späten Trieben und der frühen Reife ausgezeichnete Produkte entstehen lässt.

Die Anbaufläche beträgt ca. 80 Hektar.

Farbe: blass strohgelb mit leicht grünlichen Reflexen.

Duft: wohlriechende Blume elegant und raffiniert

Geschmack: trocken, zitronig, bekömmlich.

Merlot

stammt ursprünglich aus dem Gebiet um Bordeaux. In Italien wurde der Merlot erst 1880 eingeführt, begann dann aber einen unaufhaltbaren Siegeszug. In Friaul-Julisch-Venetien hat er sicherlich seine Wahlheimat gefunden: als Fixpunkt des friaulischen Weinbaus ist der Merlot heute dort der am weitesten verbreitete rotbeerige Rebstock.

Verlangt ein Friulaner in seiner Osteria eine "tjaut ross", findet sich mit ziemlicher Sicherheit ein Merlot in seinem Glas.

Farbe: rubinrot, mit der Alterung zeichnet er sich durch granatrote Töne aus.

Duft: charakteristisches Bukett, das an Sauerkirsche, Himbeere, Blaubeere erinnert. Mit der Alterung wird das Bukett mit Gewürznoten angereichert.

Geschmack: trocken, dicht strukturiert, leicht grasig. Mit der Alterung verfeinert er sich und nimmt einen trockenen Geschmack an.

Cabernet Franc

Dieser Rebstock stammt ursprünglich aus dem französischen Gironde und ist bis heute eine der sechs Sorten die im Bordeaux verwendet werden dürfen. Er kam in den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts nach Italien und Friaul, wo er derzeit weit verbreitet ist.

Er erzeugt eine Traube, die in ihrer reinen Form verarbeitet wird oder mit Cabernet Sauvignon oder Merlot gemischt wird.

Farbe: rubinrot ins Violette gehend, als gealterter Wein granatrot.

Duft: intensives, ausgeprägt grasiges und weiniges Aroma, intensiv.

Geschmack: vollmundig, tanninhaltig, grasig. Wenn er gealtert ist, verliert er die Grasnote und reichert sich mit wichtigen Nuancen an.

Pinot Grigio

ist eine Rebsorte aus dem französischen Burgund. Diese sehr alte Sorte lässt sich bis in die Römerzeit zurückverfolgen. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts hat er sich von Piemont ausgehend Schritt um Schritt in das restliche Norditalien ausgebreitet. Im Friaul hat der Grauburgunder besonders günstige Umweltbedingungen vorgefunden.

Mit seinen eingängigen Fruchtnoten stillt er die Nachfrage nach leicht zugänglichem Pinot Grigio in deutschen Bars und Restaurants. Vor allem in den Hügeln der Julischen Alpen gerät er deutlich kraftvoller als in der weitläufigen Schwemmlandebene im Westen Friauls. Diese Weine sind die besten Pinot Grigios in Italien mit vollem, rundem Körper und schweren Noten von Nüssen und Honig.

Farbe: strohgelb mit zarten Kupferreflexen.

Duft: typisches Bukett, das an Akazienblüten erinnert.

Geschmack: trockener, voller, angenehmer, leicht bitterer Geschmack.

Refosco dal Peduncolo Rosso

ist ein autochthoner Rebstock. Er gilt als die beste Rotweinsorte Friauls, wahrscheinlich liegt sein Ursprungsgebiet zwischen dem Karst und Istrien.

Er trägt seinen Namen wegen der rotgefärbten Stiele. Der Rebstock ist zwar seit 1700 bekannt, hat sich aber in den letzten Jahrzehnten in der gesamten Region stark verbreitet.

Farbe: intensiv rubinrote Farbe mit violetten Reflexen, die sich mit der Alterung des Weines abschwächen.

Duft: starker grasiger, weiniger Duft, mit einer Note, die an wilde Brombeere und Waldfrüchte erinnert

Geschmack: entschieden, trocken, leicht tanninhaltig und gut ausgeglichen.

Pignolo

ist ein alter Rebstock der seine Wurzeln in Friaul hat. Man glaubt, dass er schon vor 1.600 bekannt war und besonders im Gebiet um Albana, Premariacco, Prepotto und Rosazzo angebaut wurde. Er wächst in den Weinbergen der Abtei von Rosazzo, wahrscheinlich wurde er bereits von den Benediktiner Mönchen angebaut.

Die Rettungsmaßnahme, die 1978 für die einzigen beiden bei der Abtei verbliebenen Weinstöcke ergriffen wurde, rettete den Rebstock vor dem sicheren Aussterben.

Die Sorte ist ertragsarm und war deshalb lange Zeit unbeliebt bei den Winzern. Der Name  kann durchaus vom umgangssprachlichen "pignolo" - "pingeliger Mensch" abgeleitet werden. Der Pignolo ist kleinlich. Der Ertrag ist nicht vorhersehbar. Er ziert sich und er ganz alleine entscheidet ob und wieviel Trauben er zur Lese anbietet.

Die ausgesprochen erlesenen und seltenen Trauben geben einen alterungsfähigen Wein, einen „Luxuswein“ wie Dalmasso 1930 schrieb – tanninhaltig, gekennzeichnet durch intensive Düfte. Die Anbaufläche ist in den letztzen Jahren gestiegen, liegt aber immer noch unter 100 Hektar.

Farbe: intensives rubinrot, als gealterter Wein granatrot .

Duft: delikates komplexes angenehmes Aroma, mit dem Duft von reifer roter Frucht mit einer leichten würzigen Note, die sich nach der Verfeinerung in Holz um tausend Nuancen veredelt.

Geschmack: vollmundig, rund, leicht tanninhaltig, mit einer ausgeprägten Säure

SUFFUMBERGI s.s.a